Andreas Stichmann

Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk

© Patricia Neligan

Komik, Sympathie und Lebenslust – auf dem Sonnenhof, der früher ein alternatives Wohnprojekt war und heute einem betreuten Wohnen gleicht, machen wir die Bekanntschaft mit wunderbar einzigartigen Charakteren. Diese erzählen aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk, wodurch ihre gemeinsame Geschichte entsteht und Solidarität eine neue Bedeutung erhält.

Der neue Roman von Andreas Stichmann sprüht vor Witz, Leichtigkeit und Ironie und hinterfragt beiläufig unsere gesellschaftliche Realität, setzt den Funken des Veränderungswillen in die Welt und wartet mit neuen Lebensentwürfen auf.

 

 

 

 

 

Wo & Wann?

Seapunk-Performances mit Andreas Stichmann

Samstag, den 24. Juni

18 Uhr

20 Uhr

jeweils im Gewölbekeller der Stadtbibliothek

 

Mehr zum Buch:

Der Sonnenhof – früher alternatives Wohnprojekt, heute eher betreutes Wohnen – hat schon bessere Zeiten gesehen. Findet Ramafelene, genannt Raffi, der seit seiner Kindheit dort lebt. Von seiner Mitbewohnerin und Mutter kommt jedenfalls nicht mehr viel. Ihr scheint in den 80ern mit dem Mann auch die Menschenliebe verlorengegangen zu sein.

Schlimm. Findet Bianca, die auf dem Sonnenhof ihre Sozialstunden ableistet. Bianca, mit den blauen Haaren, in die Raffi sich verliebt. Was Küwi nicht gefällt, obwohl er gerade selbst einen neuen Freund gefunden hat: einen Mann ohne bürgerlichen Namen. Einen Mann mit einer Vision, die den Sonnenhof mit einschließt. Und auch die Entführung eines Millionenerben.

Schlimm? «Hat jedenfalls erst mal nichts mit Gefährlichkeit zu tun», findet Küwi. «Ist was Politisches mit Solidarität. Ist Inhalt von dem Lied ‹Die Internationale›, das man mag.» Und das könnte ein Anfang sein, ein Neuanfang, nicht nur für den Sonnenhof?

 

Andreas Stichmann, für Jackie in Silber und Das große Leuchten gefeiert, zählt zu den begabtesten literarischen Stimmen der Gegenwart. Sein Sinn für Komik, seine Sympathie für Verlierer und Verlorene sind unübertroffen, ebenso sein Sprachgefühl und seine Ausdruckskraft. Das zeigt sich einmal mehr in diesem hoch komischen und zutiefst ernsthaften Roman, der von den Rändern der Gesellschaft direkt ins Herz der Sache trifft.

 

 

Mehr zum Autor:

Andreas Stichmann, 1983 in Bonn geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Er verbrachte längere Zeit in Südafrika und reiste durch den Iran. 2008 erschien sein Erzählungsband Jackie in Silber, für den er vielfach ausgezeichnet wurde. Das große Leuchten, sein erster Roman, wurde für den Bachmannpreis nominiert und mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. Für Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk wurde er mit dem Wortspiele-Preis 2017 ausgezeichnet.

 

 

 

 

»Andreas Stichmann ist ein gewitzter Autor. […] All seine Figuren in diesem prekären Milieu umhüllt er mit feiner Ironie, ohne sie dabei vorzuführen oder der Lächerlichkeit preiszugeben. […] Andreas Stichmann ist erneut ein höchst unterhaltsames, komisches Buch gelungen, in das die Frage, wie Solidarität und Hilfsbereitschaft praktisch gelebt werden können, ohne sozialromantische und moralisierende Attitüde eingeschrieben ist.«Deutschlandfunk

»Die Prosa des 1983 geborenen Andreas Stichmann wirkt beiläufig. Doch sie ist im höchsten Maße konzentriert: Es ist die traumtänzerisch sichere Sprache eines Schriftstellers, der weiß, dass ein falsches Wort zum Absturz führt […].«Cicero

 

 

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