HörSPIELaustellung

Im Rahmen des Mottos „Sprachspiel“ stellt juLi im juni 2018 in der alten Straßenbahn im Garten des Lichthauskinos vier Hörspielproduktionen des experimentellen Radios der Bauhaus-Universität Weimar aus.

Vielen Dank an Johann Mittmann für seine Unterstützung.

 

Gibberish Whispers, 18 min., 2017

ein Hörstück von Mara May

Was passiert wenn Worte sinnfrei werden? Gibberish ist die Fantasiesprache, die erst im Moment des Sprechens spontan erfunden wird und ihre Botschaften nur noch über Klang, Melodie und Rhythmus vermittelt. Mara May setzt sich in ihrem Hörstück zwischen experimentellen Versuchsanordnungen und absurden Gesprächskonstellationen auf reflektiert humorvolle Weise mit dieser Form der menschlichen Kommunikation auseinander. So legt sie frei, was sich in unserer Sprache zwischen den Worten und Abseits von Sinn und Bedeutung transportiert.

Nominiert für ARD PiNball 2017, Kissel-Performance-Preis 2017, Ursendung DFunk 2018.

 

Im Interview: Kevin Jahnel, Anne-Laure Pigache
Übersetzer: Alessandro Bosetti
Mit: Tim Vischer, Christoph Höfferl, Severin Schenkel, Dascha Trautwein, Hannes Peker, Paul Hauptmeier und vielen mehr.

 

Das Radio fusselt, 53 min., 2018

eine Livesendung von Jurate Braginaite und Alejandro Weyler,

17.Januar 2018, bahaus fm

Auf der Textgrundlage von Wolfram Lotz „Fusseln“ bauen der kolumbianische Klangkünstler Alejandro Weyler zusammen mit der Radiomacherin Jurate Braginaite einen akustischen Raum, der einem Tagtraum gleicht. Die beiden erzählen in Bildern, die scheinbar für sich alleine stehen und doch immer die Beziehung zum Nächsten und Vergangenen suchen. Das Banale und Unbeachtete findet darin seinen Platz.
Ein Live-Hörspiel das sich Zeit nimmt und Zeit lässt. Mit Wolfram Lotz am Telefon, im Vorvorgestern.

 

Stimmen: Jurate Braginaite, Wolfram Lotz
Soundscape: Alejandro Weyler
Text: Auszüge aus „Fusseln“ von Wolfram Lotz
Mit freundlicher Unterstützung von Parasitenpresse Köln

 

Gratwanderung, 3:48 min, 2018

ein Hörstück von .aufzeichnensysteme und Konrad Behr

Das ist kein Spiel. Das ist eine Gratwanderung. Der Wiener Sprachkünstlerin .aufzeichnensysteme und dem Radiomacher Konrad Behr gelingt in diesem kurzen Hörstück eine bemerkenswert dichte und tiefgründige Komposition, in der sich Text und Klang mit Feingefühl ineinander verschränken.

„Nicht von ‚ich‘ reden, sondern von Liebe; so wie René Magrittes ‚Pfeife‘ keine Pfeife war und ist, so ist dieses kleine Hörspiel kein Spiel, sondern eine akustische und sprachliche Reflexion – über den Menschen mit seiner schönsten, edelsten und gefährlichsten Beschäftigung: der Liebe.“ – aus der Jurybegründung zum 3. Platz des Track 5 Kurzhörspielwettberbs (ORF)

 

Text, Stimme, Sounds: .aufzeichnensysteme
Bearbeitung, Schnitt: Konrad Behr

Ukulele: Margarete Kiss

 

Ins Wasser 15 min., 2012

ein Hörspiel von Tristan Vostry

Das künstlerisch-fiktionale Hörspiel, dessen Protagonist vom Schauspieler Thomas Thieme („Das Leben der Anderen“) gesprochen wurde, setzt sich auf sensible und reflektierende Weise mit dem Themenkomplex Krankheit, Sterben und Tod auseinander. Es verwandelt den Bereich des Wassers, des Meeres und besonders die Tiefen jenseits der Wasseroberfläche in ein metaphorisch-abstraktes Klangbild, einen vielschichtigen und assoziativen akustischen Raum, durch den sich der Mensch bewegt, bis sich seine Gedanken, seine Sprache, und schließlich seine ganze Existenz in ihm auflösen.

 

Text: Christian Udo Eichner, Tristan Vostry
Regie: Tristan Vostry
SprecherInnen: Thomas Thieme, Zoé Hutmacher, Otto Hernandez
Musiker: Frederik Esser, Klemen Leben
Klanggestaltung: Maximilian Werkhausenw

 


Wann und wo?

11:00-23:00 Uhr

Alte Straßenbahn im Garten, Lichthauskino